Junior Stiftungsprofessur für aktuelle Fragen Nordostafrikas

 

Afrika- und Äthiopienstudien sind an den Universitäten in der Regel traditionell ausgerichtet: Hauptthemen sind Sprachen, allenfalls noch Geschichte und Kultur. Diskussionen mit Kollegen und Studierenden beweisen, dass Änderungen dringend erforderlich sind – dies wegen der Lage in Nordostafrika, aber auch im Blick auf die Ausbildung von Wissenschaftlern und kommenden Persönlichkeiten, die Wirtschaft, Bildung und Kultur in der Region führen werden.

Ein Themenangebot ist nötig, das die drängenden gesellschaftlichen Fragen in der akademischen Ausbildung verstärkt aufgreift. In Hamburg besteht seit Jahren die Hiob Ludolf Gastprofessur, die diese Lücke zu schließen versucht. In Seminaren und Vorträgen geht es um die Weiterentwicklung der Region, z.B. um Fragen aus Politik, Wirtschaft, Sozial- und Gesundheitswesen, Recht, Bildung, Entwicklungszusammenarbeit und nicht zuletzt um die Koexistenz religiöser Gruppen.

Dieses Engagement reicht aber wegen der rasanten Entwicklung in Afrika nicht aus: „Afrika verändert sich schneller als unser Bild von ihm“, so der frühere Bundespräsident Horst Köhler. Wir müssen handeln und mit unseren Möglichkeiten zu verhindern suchen, dass weitere Generationen von Afrikanern zu verlorenen Generationen werden. Die großen Stiftungen haben längst erkannt, dass es auf Dauer nicht ausreicht, Katastrophen- und Flüchtlingshilfe, einfache Bildungsprogramme und medizinische Basisversorgung zu bieten. Es geht um die Förderung der akademischen Bildung in gesellschaftlichen Kernbereichen und die wissenschaftlich-wirtschaftliche Zusammenarbeit, als Zeichen praktizierter Humanität.

Seit Gründung der DeutschÄthiopischenStiftung vor 15 Jahren steht die Errichtung einer Professur für Gegenwartsfragen Nordostafrikas auf der Agenda. 2013 haben Stiftung und Universität Hamburg mit Unterstützung von Kollegen und der Wirtschaft beschlossen, eine Stiftungsprofessur zu schaffen. Der erste Schritt wird eine Stiftungs-Juniorprofessur sein, danach ist die dauerhafte Professur möglich.
Das Vorhaben ist eine große finanzielle Herausforderung, die wir nur gemeinsam meistern können. Ein Mitglied der Stiftung hat persönlich mit kontinuierlichen Zustiftungen über Jahre das Projekt voranzubringen versucht, und ein Förderer aus der Wirtschaft unterstützt uns großzügig, so dass das Kapital kontinuierlich wächst.

Wir bitten Sie um Unterstützung für dieses außergewöhnliche Gemeinschaftsprojekt. Sie können dies auf unterschiedliche Weise tun: mit einmaligen oder wiederholten oder kontinuierlichen Überweisungen.

Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: entweder auf das Konto der Stiftung bei der NordLB (IBAN: DE29 2505 0000 0200 4692 78, BIC: NOLADE2HXXX), oder über die Spendenplattform „Betterplace“ (www. betterplace.org), wo Sie für das Vorhaben „Nachwuchsprofessur für brennende Fragen Nordostafrikas“ einfach online spenden können.

Jetzt Spenden! Das Spendenformular ist ein kostenfreier Service von betterplace.org.

Die Universität Hamburg verwaltet die eingehenden Spenden unter dem Stichwort „Äthiopische Nachwuchsprofessur“. Dabei folgen wir den Grundsätzen guter Spendenpraxis. Überweisungen sind in jeder internationalen Währung möglich, entweder unter Nennung Ihres Namens oder anonym. Bei Angabe Ihrer Daten erhalten Sie eine Spendenquittung. Auch wenn Sie nur einen Ihrer Meinung nach geringen Beitrag leisten können: jede Unterstützung trägt zur Verwirklichung des gemeinsamen Zieles bei.

Wir berichten regelmäßig über die weitere Entwicklung. Fragen oder Anregungen beantworten wir jederzeit.
Für Ihre Teilnahme an diesem für die Entwicklung Äthiopiens zukunftsweisenden Vorhabens danken wir.

Download PDF Informationsflyer (312 KB)

Lesen Sie hier die Rede des Bundespräsidenten a.D. Prof. Dr. Horst Köhler am 26. März 2015 im Hamburger Rathaus
zur Veranstaltung „Partnerschaft mit Afrika – alte Fragen, neue Chancen“